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24. April 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Flüchtlinge verschwinden an der Grenze zwischen Mexiko und USA

Menschenleben ohne Wert - gejagt, inhaftiert, schwer verletzt und verrecken gelassen

Grenze USA   Mexiko  © chess_ocampo - Fotolia.com
Grenze USA Mexiko © chess_ocampo - Fotolia.com

Zwei amerikanische Menschenrechtsorganisationen, Derechos Humanos und No more Death, werfen der US-Regierung vor, für das Verschwinden der Flüchtlinge verantwortlich zu sein. Grenzbehörden sollen die illegalen Einwanderer aus Mexiko mit Hubschraubern, Geländewagen und Hunden jagen. Tätliche Gewalt sei dabei an der Tagesordnung. Die Betroffenen landen anschließend in Internierungslagern, schwerverletzt in einer Klinik oder man findet irgendwann ihre nicht mehr zuordenbaren Überreste in der Wüste. Bereits 455 Menschen sollen Derechos Humanos um Hilfe ersucht haben, da ihre Angehörigen verschwunden sind. Die Organisation spricht von einer „Jagd- und Zerstreuungstaktik“ der US-Grenzpolizei. Laut einem Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sollen zwischen 2000 und 2014 rund 6.000 illegale Einwanderer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze ums Leben gekommen sein. Unter Trump dürfte sich die Situation noch verschärfen.

Die US-Behörden stellen allerdings nicht die einzige Gefahr für Flüchtlinge dar: In Mexiko selbst sind Durchreisende und Asylbewerber gefährdet. "Migranten und Asylsuchende, die Mexiko durchqueren, waren weiterhin der Gefahr von Massenentführungen, Erpressung, Verschwindenlassen und weiteren Menschenrechtsverstößen ausgesetzt, die von organisierten kriminellen Gruppen verübt wurden. Diese handelten häufig in Absprache mit staatlichen Akteuren.", schreibt Amnesty International in ihrem Bericht zur Lage in Mexiko, von 2016.