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03. August 2017 | Autor: Sophia

Wer oder was sind Flüchtlinge?

Der Begriff „Flüchtling" ist zurzeit in aller Munde. Oft wird dieser Begriff jedoch falsch oder negativ bewertet. Was steckt dahinter? Wer/was sind Flüchtlinge wirklich, und wie steht es um sie?

„Alles Flüchtlinge, oder was?“ / Bild: Sophia
„Alles Flüchtlinge, oder was?“ / Bild: Sophia

Flüchtlinge sind laut Wikipedia Menschen, die ihre Heimat wegen politischer Zwangsmaßnahmen, Kriegen oder lebensbedrohlicher Notlagen vorübergehend oder dauerhaft verlassen mussten. In der Regel werden diese Personen in einem Flüchtlingslager oder in einem urbanen Zentrum untergebracht, um dort Schutz und Unterstützung zu finden. Nicht selten werden diese Notunterkünfte gewaltsam angegriffen oder angezündet. Woher rührt dieser Hass gegen Flüchtlinge? Ist er gerechtfertigt? Gewiss nicht! Man denke nur an die vielen Waffenlieferungen Deutschlands an Länder wo Menschen diskriminiert, unterdrückt, politisch verfolgt und misshandelt werden. „Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten" besagt ein Sprichwort. Der in 1957 in Lörrach/Deutschland geborene Friedensaktivist Jürgen Grässlin veröffentlichte zu diesem Thema mehrere Bücher. Einige davon sind: „Den Tod bringen Waffen aus Deutschland“, „Versteck dich, wenn sie schießen", „Lizenz zum Töten?", „Fünf für Frieden" und „Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient". Fakt ist, dass die Zahl der Flüchtlinge weltweit zunimmt. Im Jahre 2016 waren angeblich über 56 Millionen Menschen auf der Flucht. Wie soll es weitergehen?

Seit ihrer Gründung zählt die Bundesrepublik Deutschland zu den wichtigsten Einwanderungsländern der Welt. Zurzeit ist die Bevölkerung hier zu Lande bunt gemischt. Dazu zählen auch die 200.000 Juden, die ebenfalls bundesdeutsche Staatsbürger sind, sowie die 120 000 Sinti und Roma, von denen ca. 70 000 die deutsche Staatsbürgerschaft haben.

 

ALLES FLÜCHTLINGE, ODER WAS?

Aussiedler und Spätaussiedler unterscheiden sich von den eben erwähnten Flüchtlingen. Sie sind Zuwanderer mit deutschen Wurzeln. Ihre Anerkennung in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt nach dem Bundesvertriebenengesetz, und ihre Eingliederung verläuft mit Leichtigkeit.

FLÜCHTLINGE AUS DER EHEMALIGEN DDR

Diese Menschengruppe hat die DDR, die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) sowie Ost-Berlin oft illegal und unter großer Gefahr verlassen, und wanderte in Westdeutschland ein. Die Gründe für das Verlassen der SBZ bzw. der DDR waren meist politischen Ursprungs. Weitere Gründe waren „Gewissensnotstände", „Einschränkung von Grundrechten", „Zwangskollektivierung" und „Verstaatlichung". Auch für diese Menschengruppe war die Eingliederung in die „neue Heimat" kein Problem.

Vorurteile gegen Asylbewerber vom Balkan sind weit verbreitet. Roma aus Rumänien, Bulgarien, Serbien und Mazedonien gehören auch zu dieser Kategorie. Es heißt, sie seien gar keine Flüchtlinge und nutzten nur den deutschen Sozialstaat aus. Laut TV-Berichten werden Roma in den Herkunftsländern diskriminiert, unterdrückt und als „Abschaum der Gesellschaft" bezeichnet. So hoffen sie darauf, in anderen Ländern menschenwürdig behandelt zu werden.

RASSISMUS OHNE GRENZEN?

Unter den Menschen, die Flüchtlinge, Aussiedler, Spätaussiedler, Roma u. s. w. falsch oder negativ bewerten, befinden sich oft Menschen mit angeblich hoher, intellektueller Bildung. Oft äußern sich sogar Aussiedler, Spätaussiedler oder Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR, abwertend und negativ über die aktuellen Flüchtlingsströme. Ihnen gemein, ist jedoch der rassistische Hass, oder mit anderen Worten: Rassismus ohne Grenzen! Meistens kennen sie nicht die wahren Gründe für die Flucht bzw. für die Auswanderung der Flüchtlinge, oder sie vergessen ihre eigene Geschichte. So bewerten sie alle gleichsam negativ. Die wahren Gründe der Flucht liegen jedoch in den Herkunftsländern und beim Waffenhandel.