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02. August 2018 | Autor: Jennifer Gregorain

Feindeslisten von Nazis, mit über 25.000 Personen

Rechtsextreme führen Feindeslisten mit mehr als 25.000 Menschen, mit Namen, Telefonnummern und Adressen. Der Staat schaut tatenlos zu. Auch in den 30ern hatten die Nationalsozialisten solche Listen erstellt und nach der Machtübernahme, die Menschen „entsorgt", um es mit AfD-Chef Alexander Gauland zu sagen. 

"Merkel muss weg "-Demo,  9. September 2017, Berlin
"Merkel muss weg "-Demo, 9. September 2017, Berlin

Die besagten Listen tauchten bereits 2011 bei Razzien auf, u. a. beim Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). 2017 beschlagnahmten die Beamten weitere Listen bei Ermittlungen gegen die rechtsextreme Gruppierung „Nordkreuz“ und bei drei weiteren Rechtsextremen. Das berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“, welches sich auf eine Kleine Anfrage der Linken an die Bundesregierung beruft. 

Von den über 25.000 Personen, die auf den Feindeslisten aufgeführt sind, wurden nur drei informiert. Martina Renner, Rechtsextremismusexpertin der Linkenfraktion, wirft der Regierung vor die rechtsterroristische Gefahr zu ignorieren.

Dieses Phänomen gab es schon einmal in Deutschland: Nachdem die Nazis 1933 die Macht übernommen hatten, konnten sie dank solcher Listen unverzüglich mit Verhaftungen loslegen. Die politischen Gegner wurden in Konzentrationslager und Arbeitslager verbracht. Die wenigsten davon, kamen lebend zurück.