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06. Dezember 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Der fallenden Yen – nur für mutige Spekulanten mit viel Geduld

Der japanische Yen hat aufgrund plötzlich abfallender Konjunkturen eine Achterbahnfahrt hinter sich. Ob es sich dennoch lohnt es sich dennoch, auf ihn zu setzen, oder ob die Sache doch zu heiß ist, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Kursabfall / Jean Kobben – Fotolia.com
Kursabfall / Jean Kobben – Fotolia.com

Aktuell ist die japanische Wirtschaft starken schwanken unterworfen und befindet sich gerade auf einem Abwärtstrend. Die Staatsverschuldung beträgt zurzeit mehr als das Doppelte des Bruttoinlandsprodukts. Einst rechneten Finzanzexperten mit einer leichten Erholung im dritten Quartal. Stattdessen sank die Wirtschaft  sogar noch um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Dadurch sank der Wert ihrer Währung ebenfalls. Heute, den 6.12.2017, stürzte der Yen in den Keller, konnte sich aber im Verlauf des Tages etwas regenerieren. Eine umfassende Erholung der japanischen Wirtschaft ist jedoch nicht in Sicht. Die japanische Regierung versuchte das Debakel durch eine Erhöhung der Umsatzsteuer auszugleichen. Das hat allerdings das Gegenteil bewirkt: einen Rückgang der Kaufkraft. Die längerfristige schwache Bonität des Landes, schwächt auch seine Beziehungen zu den Handelspartnern. Daher ist nicht so schnell mit einer Erholung des Yen zu rechnen.

Sollen Anleger dennoch auf den Yen setzen?

Nach dem Down geht es in der Regel bergauf. Daher setzen viele Investoren auf Währungen und Rohstoffe, sobald sie sich an ihrem Tiefpunkt befinden. Hierbei handelt es sich allerdings um eine reine Spekulation – und zwar um eine äußerst gefährliche. Gehen wir mal davon aus, dass sie real ist, also das die Wirtschaft Japans einen Aufschwung erlebt. Dann ist aber immer noch nicht klar, wann dieser fiktive Aufschwung stattfindet. Aktuell deutet jedenfalls alles auf das Gegenteil hin. Also sollten Sie nur auf den Yen setzen, wenn Sie viel Zeit und Geduld haben und wenn Sie den Verlust des Investierten verkraften können.