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15. April 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Deutsche Post vertickt Daten

Der Handel mit Nutzerdaten ist ein Milliardengeschäft. Alle wollen ein Stück von dem Kuchen. Bei Facebook und Co wundert es ja schon niemanden mehr. Aber die Deutsche Post? Hier geht es zu den Hintergründen und den Möglichkeiten, der Datennutzung zu widersprechen.

Post Tower, Bonn / Wolkenkratzer / CC BY-SA 3.0
Post Tower, Bonn / Wolkenkratzer / CC BY-SA 3.0

Alle Menschen, die eine Adresse in Deutschland haben, sind automatisch in den Datenbanken der Deutschen Post registriert. Diese hat von 68 Millionen Personen jeweils 5 Einzelinformationen gesammelt, u. a. zu Kaufkraft, Bildung, Pkw-Besitz etc. Völlig legal, da die Daten anonymisiert wurden. Diese Datensammlungen hat die Post anschließend an Parteien vermietet. Dabei werden Ergebnisse von Straßen mit Wahlergebnissen des Bezirks und Umfragen verknüpft. Diese Straßen werden anschließend rot, gelb oder grün markiert, damit die Parteien wissen, wo ihre Wählerschaft wohnt. Union und FDP haben diesen Service bei den letzten Landtagswahlen für sich genutzt.

Sie können die Nutzung Ihrer Daten verhindern, indem Sie deren Nutzung formlos widersprechen. Senden Sie den Widerspruch an: datenschutz@postdirekt.de. Zudem können Sie von der Post Auskunft darüber verlangen, welche Daten über Sie gesammelt, woher sie stammen und an wen sie veräußert wurden. Hierfür hat die  Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ein Musterschreiben zur Verfügung gestellt. Diese Informationen können Sie aber auch formlos bei der obig genanten Email-Adresse anfordern.