Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
11. September 2018 | Autor: SpIn

David Köckert – Aufruf zu Gewalt gegen politische Gegner

Screenshot Aktuelle Nachrichten: Video zur Volksverhetzung des Thügida-Chefs in Köthen
Screenshot Aktuelle Nachrichten: Video zur Volksverhetzung des Thügida-Chefs in Köthen

„Das einzige, was diese Scheiß-Kunden verstehen ist, wenn man sie zu Hause stellt, wenn man vor ihren Türen auf sie wartet. Wenn sie genau das bekommen, was sie uns zumuten und zwar Auge um Auge, Zahn um Zahn.“, so Thügida-Chef David Köckert (ehemaliger NPD-Aktivist), in seiner Ansprache beim „Trauermarsch“ für einen verstorbenen 22-Jährigen in Köthen. Dafür erntete er tosenden Applaus.  

Nun übersetzen wir mal den Nazijargon: Diese „Kunden“ meinen nämlich, Angela Merkel hätte die Grenzen geöffnet (die in Wirklichkeit bereits lange davor offen waren) und so „Invasoren“ aus dem Morgenland Tür und Tor geöffnet. Diese seien alle Verbrecher, die nun das „Deutsche Volk“ ausrotten wollen. Daher gäbe es fast täglich Messerattacken auf Deutsche. Nun fordert Köckert, dass die „Deutschen“ nicht nur rumlaufen und „Wir sind das Volk“ „blöken“ sollen, sondern es den Befürwortern von Merkels Asylpolitik und den politischen Gegnern generell, mit gleicher Waffe heimzahlen. Also fordert er auf der Grundlage seiner verzerrten Wahrnehmung, dass sich Rechtsextreme bewaffnen sollen und politische Gegner vor ihren Haustüren niederstechen. 

Das war aber nicht das einzige: Köckert, der Neonazi mit dem jüdischen Vornahmen, rief die Anwesenden dazu auf, sinnbildlich zu „Wölfen“ zu werden und andere zu „zerfetzen“. Journalisten will er nach der Machtergreifung der Nazis in den „dunklen Keller werfen“. Seine Rede strotze nur so vor Volksverhetzung und Gewaltaufrufen. Nun wird gegen ihn ermittelt.

Jurist: Rede von Thügida-Chef in Köthen ist Volksverhetzung / Aktuelle Nachrichten