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07. April 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Cloud Mining – einfach erklärt

Viele Kryptowährungen müssen geschürft werden. Dafür bedarf es nicht Schaufeln und Waschrinnen, wie beim Gold, sondern Rechenleistung. Diese ist aber sehr hoch und kann von einzelnen Rechnern kaum erbracht werden. Um dennoch vom virtuellen Schürfen zu profitieren, gibt es Cloud Mining. Aber ist das wirklich so profitabel? Wir sind den Fragen nachgegangen.

Mining farm / Marco Krohn / CC BY-SA 4.0
Mining farm / Marco Krohn / CC BY-SA 4.0

Trotz dramatischen Absturzes ist der Preis für den Bitcoin, mit aktuell über 5.000 Euro noch sehr hoch. Dementsprechend lange dauert es, bis eine Münze geschürft ist. Andere schürfbaren Kryptowährungen, sind nicht so teuer – besonders preiswert ist aktuell zum Beispiel der Verge. Aber von den günstigen Währungen, muss man viel schöpfen, damit es sich lohnt. Auch das ist sehr zeit- und energieintensiv und somit entsprechend teuer. Auch die Abnutzung des Rechners sollte mit in einbezogen werden. An dieser Stelle setzt das Cloud Mining an. Hier wollen wir Ihnen alles Wissenswerte darüber näher bringen.

Was ist Cloud Mining?

Beim Cloud Mining kaufen Investoren Rechenleistung bei einem Minrer und dieser produziert für sie die virtuellen Münzen. Hierdurch sparen sich User teure Rechner, die ganze Hardware, die zum Minen notwendig ist und die hohen Stromkosten. All das stellen die Miner bereit. Für diese lohnt es sich, da sie große Mining-Anlagen besitzen, die mit allem ausgestattet sind, was es zum Minen benötigt. Die meisten dieser riesigen Rechenzentren befinden sich in Asien, wo der Strom sehr preiswert ist. Dort lassen sich mit geringerem Energieaufwand größere Mengen an Digitalgeld herstellen. Umwelttechnisch ist das Ganze eine Katastrophe – das müssen sich Miner und Investoren stets vor Augen führen.  

Wie funktioniert Anfertigung von Kryptowährungen durch Cloud Mining?

Je nach  Mining-Anbieter existierten unterschiedliche Verträge zum Erwerb von Rechenleistung. Zumeist wird sie in Kilo, Mega, Tera oder Peta Hashes pro Sekunde ausgewiesen. Je mehr Hashes pro Sekunde, sprich: je höher der Hash-Wert, desto höher ist der Ertrag. In der Regel werden Investoren prozentual am Gewinn beteiligt. Die Ausschüttung der geschürften Münzen erfolgt, je nach Anbieter, täglich, wöchentlich oder monatlich.
Mining-Verträge belaufen sich immer auf einen bestimmten Zeitraum, meist auf ein Jahr. Den Anfangs eingezahlten Betrag können Investoren jederzeit aufstocken. Unbedingt notwendig ist aber nur eine Zahlung, zu Vertragsbeginn. Im Anschluss erhalten die Anleger regelmäßig ihre Erträge. Somit spricht man im Kontext mit Cloud Mining von einem dauerhaften passiven Einkommen.  Einige Anbieter machen auch noch Wartungskosten geltend. Den Großteil der Kosten bleibt allerdings bei den Minern. Das wären Aufwendungen zur Anschaffung, Instandhaltung und Wartung der Anlagen.

Versteckte Kosten beim Cloud Mining

Viele Miner verlangen machen neben der einmaligen Zahlung zu Vertragsbeginn laufende Kosten  über die gesamte Vertragslaufzeit geltend, wie beispielsweise Stromkosten. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Kosten den Gewinn nicht überschreiten. Sollte der Kurs einer Kryptowährung stark fallen, kann es sein, dass Miner ihren Betrieb herunterfahren oder gar kurzfristig einstellen.  

Stromkosten lassen sich noch begründen, manche Miner veranschlagen jedoch  Auszahlungsgebühren. Hier sollten Investoren hellhörig werden, da es sich um ungerechtfertigte Kosten und somit um Betrug handelt. 

Wann lohnt sich ein Cloud Mining / Formel?

Das hängt von einigen Kennzahlen ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Diese Zahlen können zudem während der Laufzeit variieren. Anleger sollten eventuelle Änderungen im Hinterkopf behalten. Trotzdem kann man sich Anhand der Kennzahlen einen leichten Überblick verschaffen. Verallgemeinert ergibt sich der Gewinn aus der Anzahl der geschürften Münzen, mal deren aktuellen Kurs, minus der Kosten des Vertrages.
Die Anzahl der geschürften Münzen und der Kurs sind unsichere Variablem. Bei dem Kurs liegt es auf der Hand: Er kann steigen und fallen. Die Anzahl der geschürften Münzen ist aber auch  icht immer konstant: Sie variiert stark mit der Hashpower im Netzwerk des Miners. Diese wiederum variiert je nach Beschaffenheit der Anlage, dem technischen Stand der Hardware, möglichen Ausfällen, der Lage, den Nebenkosten und der Anzahl der Cloud Miner. Das Ganze bezeichnet man als „Mining Difficulty“, sprich: Schwierigkeit beim Schürfen.
Anleger bekommen immerhin eine Rechenleistung vertraglich zugesichert. Diese ist aber so gering, dass sie keiner Inflation standhält. Alles was über diese Leistung hinaus geht, ist reine Spekulation. Demnach kann der Gewinn sogar schrumpfen. Das ist das Risiko besteht vor allem bei bei Langzeitverträgen.

Heiße Luft statt virtuelle Münzen

Es hat schon Fälle gegeben, in welchen Miner pleite genagen sind oder sich vom Acker gemacht haben. Für den Fall empfiehlt sich ein Wallet außerhalb der Mining-Plattform.
In anderen Fällen verfügen die betreffenden gar nicht über eine Mining Anlage. Sie sammeln lediglich Geld von Investoren und verdünnisieren sich. Viele davon leben lediglich von einem Schneeballsystem: User werben User und werden dafür belohnt. Der Letzte hat allerdings das Nachsehen. Daher sollten Cloud Miner stets Fotos, Video und Kopien von Dokumenten der Anlage erfragen, bei welcher sie investieren wollen. Au diese können gefälscht sein, sind aber schon mal besser als gar keine Nachweise. Des Weiteren fallen Schwarze Schafe durch horrende Gewinnversprechen und aggressive Werbung auf. 

Cloud Minng – hierauf ist zu achten!

An dieser Stelle haben wir für Sie zusammengefasst, worauf Sie bei der Auswahl des Anbieters sowie beim Cloud Mining im Allgemeinen achten sollten:

- Lassen Sie sich ausreichend Beweise für die Existenz der Anlage zusenden.
- Treten sie mit vielen anderen Anlegern des jeweiligen Anbieters in Kontakt.
- Vergleichen Sie mehrere Anbieter
- Berechnen Sie den möglichen Ertrag nach der obigen Formel
- Beobachten Sie die Kursentwicklung der Kryptowährung, die Sie meinen wollen
- Lassen Sie sich nicht durch Kostenfallen linken.
- Wählen Sie kürzere Laufzeiten
- Investieren Sie nur so viel Geld, wie sie sich auch leisten können zu verlieren.

Unser Ansicht nach ist es lohnenswerter Kryptowährungen zu kaufen, als minen zu lassen. Dieser Beitrag ist für Anleger konzipiert, die unbedingt in das Mining-Geschäft einsteigen wollen.