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25. September 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Bundestagswahl 2017

Faschisten im Bundestag und Jamaika-Patchwork - Vorboten des Untergangs der Bundesrepublik, oder über die Rückkehr der braunen Brut in Blau

Bundestagswahl 2017 / Furfur / CC BY-SA 4.0
Bundestagswahl 2017 / Furfur / CC BY-SA 4.0

Eine historische Wahl: Die Union erzielt, mit 32,9 Prozent, ihr miesestes Ergebnis seit der Gründung der Bundesrepublik. Auch die SPD macht mit 20,5 Prozent einen bemittleidenswerten Eindruck. Der FDP gelingt wieder der Einstieg ins Parlament. Linke und Grüne legen leicht zu. Als historisch kann allerdings nicht nur Flaute von CDU/CSU bezeichnet werden, bezeichnend für das Land ist vor allem, der Einzug der AfD, mit einem Stimmanteil von 12,6 Prozent, in den Bundestag. Die werden rund 90 Plätze belegen. Knapp 70 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus regieren schon wieder Faschisten mit. Was stimmt nicht mit den Deutschen? Zumindest mit einem Teil der deutschen Bevölkerung. Einige Opfer Nazi-Diktatur sind noch am Leben und schon geht der braune Wahn in blau von vorne los. Das muss für die Betroffenen retraumatisierend wirken.

Aber wie geht es jetzt weiter mit dem Land, das auf eine sehr düstere Vergangenheit zurückblickt? Gewisse Kräfte werden natürlich vehement dazu drängen, das Grauen zu wiederholen. Die anderen sind zu optimistisch oder desinteressiert. Nur ein kleiner Teil kämpft gegen den Faschismus, nach dem Motto: „Wehret den Anfängen!“, wobei die Anfänge längst vorbei sind.
Und wie geht es mit den etablierten Parteien weiter? Sie sind geschwächt und konfus. Anstatt einer Koalition von Union und SPD wird es nun ein intern sehr vielseitiges Jamaica- Patchworkas CCU/CSU, FDP und Grüne geben. Also ist die Regierung quasi selbst ihre eigene Opposition. Draußen stehen dann noch der eigentliche Koalitionspartner und die Nazis. SPD-Chef, Martin Schulz, wollte Kanzler geben. Dafür hatte er allerdings zu wenige Inhalte. Aber neben der mächtigsten Frau Europas die zweite Geige tu spielen, findet er wohl doch nicht so toll. Dann lieber in der Opposition die erste Geige spielen. Wenigstens ist die AfD dann nicht die stärkste Oppositionspartei.


Aber wieso darf eine rechtsextreme, faschistische Organisation, die mit der Verfassung kollidiert, überhaupt eine Partei gründen und schließlich sogar in den Bundestag einziehen? Man lässt ja auch keine Linksextremisten, Dschihadisten oder den Ku-Klux-Klan mitregieren.
Nazis im Bundestag, das ist der Anfang vom Ende für Deutschland!