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03. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Bitcoin Prognose 2018

Wie geht es mit dem Bitcoin weiter? Gibt es noch ein letztes Aufbäumen, bevor er abgelöst wird? Oder wird er saniert? 

Prognose Kursentwicklung / © Edler von Rabenstein - Fotolia.com
Prognose Kursentwicklung / © Edler von Rabenstein - Fotolia.com

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen 2017 durchbrach der Bitcoin die 20.000 Dollar-Marge. Danach folgte eine drastische Korrektur. Im Anschluss pendelte er sich bei circa 15.000 Dollar ein. Aktuell schwankt er zwischen 12.000 und etwas über 14.000 Dollar. Der Kurs scheint im Moment nur von Daytradern bestimmt zu sein, die bei 12.000 einkaufen und sobald der Kurs steigt wieder verkaufen. An den Börsen ist ein deutlicher Käuferüberschuss zu verzeichnen.
Dennoch ist der Bitcoin für Anleger interessant. Viele spekulieren auf einen Kursanstieg. Und der wird, dank ihnen, auch kommen. Zudem kann an den meisten großen Kryptobörsen nur mit Bitcoins eingekauft werden. Das ist eine echt blöde Sache: Investoren müssen erst bei einem Exchange ihr Fiatgeld gegen Bitcoins tauschen und diese dann  zu einer Börse für Kryptowährungen transferieren, um dort Altcoins zu kaufen. Das ist sehr umständlich und teuer. Umtauschen und Transferieren kostet jedes mal Geld.  Außerdem dauern diese Prozesse ihre Zeit (von wegen Transaktionen mit Bitcoins sind schneller). Innerhalb dieser Zeit kann der Kurs des Bitcoins schwanken, was unter Umständen zu Verlusten führt. Unabhängig der schleppenden Geschäftsabwicklungen, führen diese unvermeidlichen Bitcoineinkäufe zu einem leichten Anstieg des Kryptogroßvaters.

Die Alleinherrschaft des Bitcoins ist gefährdet

Mittlerweile sind bereits Altcoins auf dem Markt, die selbst die Alleinherrschaft anstreben. Das heißt, die als übergeordnete Kryptowährung fungieren sollen. Ein Beispiel hierfür ist Tron aus China. Der Coin des Projekts nennt sich TRX. Er soll innerhalb des Tron-Netzwerkes die Hauptwährung sein. Sicher werden noch weitere so konzipierte Währungen auftauchen und dem Bitcoin die Vormachtstellung streitig machen.

Altcoins versprechen höhere Gewinnmargen

Trotz Korrektur ist der Bitcoin sehr teuer. Ein Einstieg kann sich dennoch lohnen, ist aber riskant: Denn je höher der Kurs, desto tiefer kann er auch fallen. Zudem ist die Gewinnmarge überschaubar. Das betrifft insbesondere Kleinanleger, die nur zwischen 500 und 2000 Euro zur Verfügung haben. Diese Einstiegssummen könnten sie verfünfzigfachen, wenn sie in Coins mit Potential anlegen, die im unteren Centbereich liegen. Da ist sogar noch viel mehr möglich: Bei geschicktem Vorgehen können Investoren mit kleinen Investitionssummen sogar Renditen von über 1000 Prozent generieren.


Der Bitcoin ist sanierungsbedürftig

Mit Bitcoins zu bezahlen ist aufgrund des hohen Preises und der langsamen Transaktionen sehr umständlich. Einige Cafes, Restaurants, Hotels, Autohändler etc. akzeptieren bereits Bitcoins. Das ist vor allem im asiatischen Lebensraum der Fall. Die Leute dort finden alternative Währungen besonders cool. Aber auch in europäischen Metropolen gibt es viele hippe Lokale, die Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren. Einige Geschäfte sind bereits davon weg, weil die Kursschwankungen sie hart getroffen haben.
Ein Teil des Bitcoin-Teams möchte die digitale Münze auch erneuern und strebt Kooperationen mit Geschäftsbanken an. Dann hätte der Bitcoin eine Zukunft. Alletrdings müsste der Presi etwas runter gefahren werden.Ein anderer Teil des Teams möchte, dass der Coin alternativ bleibt. Dann droht er allerdings, wegen der illegalen Geschäfte, die mit ihm betrieben werden, auf der roten Liste zu landen. Zudem sind die Transaktionen viel zu langsam, zu teuer und eine Zumutung für die Umwelt. Der Stromverbrauch ist enorm. Das merken die Kunden auch an ihrem Budget: Jede Bitcoin-Transaktion kostet rund 30 Euro. Das sind allein die Stromkosten. Hinzu kommen natürlich die Gebühren der Broker oder der Börsen.

Aussichten für 2018

Sollte der Bitcoin saniert werden, erhöht sich seine Lebensdauer um einiges. Dann würde der horrende Preis zwar rund um die Hälfte sinken, Anleger würden abspringen, Illegale würden ihre Geldwäsche woanders betreiben und der Coin wäre nicht mehr alternativ. Stattdessen würden Kooperationen mit verschiedenen Banken entstehen, die dem Bitcoin eine lange Existenz versprechen würden. Wobei man um den alternativen Part nicht trauern muss: Er bestand nur in der fehlenden Regulierbarkeit und der Attraktion für illegale Geschäftemacher aus den Bereichen Menschen-, Drogen- und Waffenhandel. Allenfalls ein paar Aluhutträger wären noch deprimiert.
Sollte der Bitcoin in seiner jetzigen Form bestehen bleiben, sind seine Tage gezählt. Er wird noch einmal steigen, vielleicht auf 18.000 oder 20.000 Euro. Vielleicht sogar noch etwas höher. Zumindest wenn er es schafft, sich aus der derzeitigen Stagnation zu befreien und auszubrechen. Das wird aber das letzte Aufbäumen sein. Dann wird es bergab gehen, da es für die virtuellen Münzen keinen Verwendungszweck gibt. Irgendwann in naher Zukunft würde der Bitcoin komplett abgelöst werden.