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30. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Alle kaufen nur Biofleisch

Entsteht eine Diskussion zwischen Omnivoren und Veganern, so essen erstere immer nur Biofleisch – selbstverständlich nachdem sie sich über die Vita des Tieres erkundigt haben. Aber so viel Bio gibt es gar nicht.

Kühe / Sophia
Kühe / Sophia

„Qualität statt Quantität", „Weniger ist mehr“, „Ich esse nur einmal die Woche Fleisch und dann vom Metzger meines Vertrauens.“ Vielleicht sind Sie Vegetarier oder Veganer. Dann haben Sie diese oder ähnliche Sätze schon oft gehört. Meistens vor einem Abstecher des betreffenden zu Mc Donalds oder während er genüsslich in einen Döner beißt, der natürlich nur eine Ausnahme darstellt. Bei Gesprächen mit Konsumenten bekommt man den Eindruck, dass in Deutschland nur Biofleisch auf den Tellern landet. Die Realität sieht aber ganz anders aus. Zum einen ist so viel Bio hierzulande gar nicht verfügbar. Muss auch nicht, da die Nachfrage sich sehr in Grenzen hält. Hier ein paar Zahlen:

Der Bio-Anteil an Lebensmitteln in Deutschland

  • 2015 gab es 26.855 Bio-Höfe. Das sind 9,7 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe.

  • 2016 wurde eine Gesamtfläche von 1.185.471 Hektar wurde ökologisch bewirtschaftet

  • 2016 lag der er Bio-Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche bei 7,1 Prozent

  •  2016 betrug der  Bio-Umsatz 9,48 Mrd. Euro

  •  Bei Fleisch ist der Bio-Anteil noch geringer: 2016 lag er bei Geflügel bei 1,4 Prozent, bei Rotfleisch (Schwein, Rind, Lamm, Schaf und Kalb) bei 1,8 Prozent und bei Fleisch- und Wurstwaren sogar nur bei 1,2 Prozent.

  • 2015 belief sich der Umsatz von Bio-Produkten auf 4,8 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes.

  • 2015 gaben Deutsche pro Kopf 106 Euro jährlich für Bio-Produkte aus. Der Durchschnitt in der EU lag bei 53 Euro. Das Rennen machte die Schweiz mit 262 Euro.

 Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)