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07. Dezember 2015 | Autor: SPIN

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu der Kategorie der Personenversicherungen. Sie ist eine Individualversicherung; d. h. sie wird auf freiwilliger Basis bei einem privaten Versicherungsunternehmen abgeschlossen.

Diese Versicherung gewährt den Versicherungsnehmern eine Berufsunfähigkeitsrente, sobald sie für mindestens sechs Monaten aus gesundheitlichen Gründen an der Ausübung ihres Berufes verhindert sind.
Die Höhe der Rente richtet sich nach dem aktuellen Verdienst und wird dazu individuell vereinbart. Die gewünschte Rentenhöhe ist neben den weiteren Vertragsmodalitäten auch ein Faktor für die Höhe Versicherungsprämie. Sie variiert außerdem mit den verschiedenen Anbietern. Daher ist es sinnvoll, möglichst viele Angebote zu vergleichen.
Für den Erhalt der Berufsunfähigkeitsrente muss die Berufsunfähigkeit von mindestens 50 % durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Bei manchen Berufsunfähigkeitsversicherern kann schon bei einer niedrigeren Prozentzahl ein Ausgleich bezogen werden. Viele Versicherer haben zur Feststellung des Versicherungsfalls ihre eigenen Gutachter. In dem Kontext kommt es öfters zu unerfreulichen Auseinandersetzungen mit der Versicherung bezüglich des Befundes, der den Leistungsanspruch rechtfertigt. Trotz der unangenehmen Aspekte gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung neben der privaten Unfallversicherung zu den meist gewählten Absicherungen. Dies ist nicht zuletzt durch den Wegfall des staatlichen Berufsschutzes durch den Erlass des Gesetzes zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zum 1. Januar 2001 begründet.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen:

  • als selbständige Versicherung,
  • als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu einer Risiko-Lebensversicherung bzw. Risikoversicherung,
  • als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu einer Kapitallebensversicherung,
  • als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu einer Rentenversicherung,
  • als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zur Basisrente,
  • in Kombination mit einem Renten- oder Aktienfonds.

Häufig wird durch eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) ausschließlich das Risiko der Zahlungsunfähigkeit im Falle von Berufsunfähigkeit versichert. Die Versicherten sind demzufolge während einer längeren Erkrankung von den Beitragszahlungen für die jeweilige Hauptversicherung freigestellt. Über einen Berufschutz verfügen sie in diesem Fall allerdings nicht. Bei einigen Tarifen ist der Beruf jedoch mit abgesichert; nur sind solche Verträge recht teuer, da sie zwei Aspekte umfassen.
Außerdem können sich nachteilige Wechselwirkungen ergeben: Wird z. B. aufgrund eines Unfalls die Beitragszahlung zu einer Lebensversicherung eingestellt, wirkt sich das Ganze negativ auf den Sparanteil aus; oder der Berufschutz geht verloren, sobald die Versicherten sich den Sparbetrag vor dem Ende der Vertragslaufzeit auszahlen lassen. Kombinationsverträge sind zudem von Nachteil, sobald es Schwierigkeiten mit der Versicherung gibt.