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07. Dezember 2015 | Autor: SPIN

Berufsunfähigkeitsrente

Die Berufsunfähigkeitsrente soll Personen eine Weiterführung des gewohnten Lebensstandards ermöglichen, sobald sie aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund eines Unfalls, einer Behinderung oder wegen Kräfteverfalls nicht mehr ihrem Beruf oder einer Tätigkeit, die ihren Qualifikationen entspricht, nachgehen können.

Diese Leistung war in der gesetzlichen Rentenversicherung enthalten, bis sie durch das Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit am 1. Januar 2001 abgeschafft wurde. Seit da erhalten ausschließlich vor dem 2. Januar 1961 geborene Versicherte eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit. Späteren Generationen steht bestenfalls eine Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung zu. Diese wird nur gewährt, wenn die Beeinträchtigungen sich auf die Erwerbsfähigkeit im Allgemeinen beziehen. Somit können Betroffene, unabhängig ihrer Qualifikation, auf sämtliche Tätigkeiten verwiesen werden, bevor sie etwas von ihrem Rentenversicherungsträger erhalten.

Ferner besteht die Option eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Hier erhalten die Versicherungsnehmer eine Berufsunfähigkeitsrente in der vorab festgelegten Höhe, sobald sie nachweislich dem zuletzt ausgeübten Beruf längerfristig nicht mehr nachgehen können.
Auch innerhalb der privaten Versicherungswirtschaft ist häufig nicht leicht, Ansprüche durchzubringen; dennoch erfreut sich diese Versicherung zunehmender Beliebtheit. Die steigende Nachfrage ist nicht zuletzt durch die Abschaffung des gesetzlichen Berufschutzes begründet.