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04. September 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Osten – Nazis schaden der wirtschaftlichen Entwicklung der Region

Demonstration am 27. August in Chemnitz / Lord van Tasm / CC BY-SA 3.0
Demonstration am 27. August in Chemnitz / Lord van Tasm / CC BY-SA 3.0

Jahrzehntelang haben die Menschen im Osten des Landes nach dem Ost-West-Ausgleich verlangt, der nun fast flächendeckend vollzogen ist. Im Osten hat es seit 2014 jährlich einen großen Aufschwung gegeben. In manchen Gebieten, wo einst der Teufel gute Nacht sagte, hat die wirtschaftliche Entwicklung den Westen fast eingeholt. Der Rentenausgleich ist ebenfalls vollzogen; hierbei hat der Osten den Westen sogar überholt. Soll es das nun gewesen sein? Der extreme Rassismus und die ständigen Ausschreitungen in den Ostgebieten wirken sich nämlich sehr nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. So gibt es für den Osten mittlerweile Reisewarnungen. „Das Land ist stabil. In den großen Städten kann es aber zu Demonstrationen kommen. Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind.“, schreibt das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz. Hintergrund der Warnung sind die Ausschreitungen in Chemnitz, nach der Tötung eines jungen Mannes durch zwei Flüchtlinge. Bei einem angeblichen "Trauermarsch" im Anschluss an das schreckliche Verbrechen, bei dem Neonazis von Kampfglatzen über Pegida bis AfD vertreten waren, zeigten einige Teilnehmer ihren blanken Hintern und machten den Hitlergruß. Zudem kam es zu Hetzjagden auf mutmaßliche Migranten. Bei einer weiteren Demo der Rechtsextremen wurden einer Gruppe SPDler und Journalisten angegriffen. Videos dokumentieren auch, wie Nazis einen neuen Holocaust forderten. Kanada warnte bereits 2015 vor den Nazihorden im Osten des Landes. Aktuell fürchten insbesondere international tätige Firmen um ihr Geschäft. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die Nazis kämpften um einen Grund zum Jammern, wäre da nicht der Rassismus im Vordergrund.