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14. August 2015 | Autor: SPIN

Arbeitsunfall

Beim Arbeitsunfall, auch als Berufsunfall oder Betriebsunfall bezeichnet, handelt es sich um einen Unfall direkt am Arbeitsplatz sowie auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Nachhauseweg. Ereignet sich der Unfall auf dem Weg, spricht man vom Wegunfall.

Die materiellen Folgen solch eines Unfalls werden in vielen Staaten, so auch in der Bundesrepublik Deutschland von den Sozialversicherungssystemen aufgefangen.

Zuständige Versicherungsträger

In Deutschland ist die gesetzliche Unfallversicherung der zuständige Versicherungszweig. Versicherungsträger sind:
• Die Unfallkassen des Bundes und der Länder,
• Die gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften,
• Für Beamte: gemäß Beamtenversorgungsgesetz die beamtenrechtliche Dienstunfallfürsorge.

Ansprüche auf Sozialleistungen nach einem Arbeitsunfall

Nach einem Arbeitunfall besteht für gesetzlich Versicherte ein Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

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Zu den Leistungen gehören:

  • Die Verletztenrente erhalten gesetzlich versicherte Angestellte, mit einer für mindestens 26 Wochen um 20 Prozent oder mehr reduzierten Erwerbsfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalls. Versicherte der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften müssen eine Einschränkung der Erwerbsunfähigkeit wenigstens 30 Prozent nachweisen. Die Höhe der Verletztenrente richtet sich nach dem letzten Jahresarbeitsverdienst.

  • Verletztengeld erhalten Versicherte, sobald sie wegen eines Arbeitsunfällen oder einer Berufskrankheit, arbeitsunfähig sind oder wenn sie sich in einer Heilbehandlung befinden. Vor der Arbeitsunfähigkeit müssen Betreffende bereits mindestens eine folgender Leistungen bezogen haben:

         - Arbeitsentgelt aus einer lohnabhängigen Beschäftigung
         - Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit
         - Arbeitslosengeld I
         - Arbeitslosengeld II
         - Kurzarbeitergeld
         - Winterausfallgeld
         - Übergangsgeld
         - Mutterschaftsgeld
         - Versorgungskrankengeld
         - Krankengeld
         - Verletztengeld

  • Hinterbliebenenrente wird den Angehörigen im Todesfalle der versicherten Personen ausgezahlt.
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Meldung des Arbeitsunfalls

Der Arbeitsunfall ist innerhalb von drei Tagen bei dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung zu melden. Oftmals leiten bereits die behandelnden Ärzte diese Inforationen weiter.

Vorsicht bei Wegunfällen

Was die Ansprüche nach einem Wegunfall anbelangt, ist allerdings Vorsicht geboten: Bereits kleine Unterbrechungen oder Abweichungen des regulären Weges, wie ein Einkauf in der Bäckerei, das Abholen der Kinder etc, können den Versicherungsträger von seiner Verpflichtung entbinden.