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13. August 2015 | Autor: SPIN

Anonyme Risikoanfrage

Die Gesundheitsprüfung stellt einen zentralen Aspekt innerhalb der privaten Versicherungswirtschaft dar. Bei freiwilligen Personenversicherungen, wie u. a. bei der Kranken-, Pflege-, Erwerbsunfähigkeits-, Berufsunfähigkeits-, Lebensversicherung, müssen die Versicherungskunden eine Reihe von Fragen zu ihrer gesundheitlichen Verfassung beantworten. Hierbei sind alle Erkrankungen, auch frühere genau anzugeben. Bei vorsätzlichen Falschangaben kann die Versicherung ihre Leistungen verweigern oder sogar von dem Vertrag zurücktreten.  
Neben anderen Faktoren ist der Gesundheitszustand ein Indikator für die Vertragskonzeption und die Höhe der Prämie. Hier gilt: Je gesünder die Versicherungsnehmer, desto kundenfreundlicher und preiswerter ist der Vertrag. Folglich können Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen oftmals die Prämien nicht aufbringen. Um hier den bestmöglichen Vertrag zu finden, sollte man zahlreiche Tarife vergleichen. An dieser Stelle ist allerdings Vorsicht geboten: Die personenbezogenen Daten bleiben nicht geheim. Sie werden in der Wagnisdatei der privaten Versicherungswirtschaft gespeichert und Versicherer können sie jederzeit abrufen. Dies lässt sich durch die anonyme Risikoanfrage vermeiden. Das heißt, Versicherungsnehmer sollten ihrem Berater sagen, dass er das Stichwort „anonyme Risikoanfrage“ notieren solle und nichts weiterleiten.