Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
07. Dezember 2018 | Autor: SpIn

Annegret Kramp-Karrenbauer ist die neue Parteichefin der Union

Hintergründe zur Person und ihren politischen Positionen sowie ein Video ihrer Rede im Anschluss an den Wahlsieg.

Annegret Kramp-Karrenbauer (2018) / 9EkieraM1 / CC BY-SA 3.0
Annegret Kramp-Karrenbauer (2018) / 9EkieraM1 / CC BY-SA 3.0

Die CDU-Politikerin und studierte Politik- und Rechtswissenschaftlerin, Annegret Kramp-Karrenbauer (geboren am 9. August 1962 in Völklingen), ist nun die neue Parteichefin der CDU/CSU. Von August 2011 bis Februar 2018 war sie Ministerpräsidentin des Saarlandes und von Juni 2011 bis Oktober 2018 Landesvorsitzende der CDU Saar. 

Zum Schluss bot sie sich ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen mit dem BlackRock-Milliardär Friedrich Merz. Gesundheitsminister Jens Spahn war bereits beim ersten Wahlgang ausgeschieden. Während Kramp-Karrenbauer von ihrem Wahlsieg regelrecht berauscht ist und Merkel sich mit ihrer Wahlkandidatin zufrieden zeigt, gibt es innerhalb der CDU Unmut und tiefe Enttäuschung. Die Enttäuschten schrecken selbst vor Verschwörungstheorien nicht zurück (etwa das Mikro von Merz sei manipuliert worden).  

Scharfe Kritik erntete die CDU-Politikerin auch von Außerhalb, und zwar für die Ablehnung der Homoehe mit dem Argument, dass dadurch die Forderungen nach einer „Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen“ folgen könnten. Zudem ist sie gegen eine straffreie Beratung bei Schwangerschaftsabbrüchen, was sie allerdings mit den beiden anderen Kandidaten (Spahn und Merz) verbindet. 

Bis dato unterstützte Kramp-Karrenbauer Merkels Flüchtlingspolitik, will nun aber einen anderen Kurs fahren. Nach eigener Aussage will sie sich als erstes der Migrations- und Sicherheitspolitik annehmen. Zudem sei es ihr ein Anliegen, eine Spaltung der CDU zu verhindern. Schließlich handelt es sich um die letzte große Volkspartei Europas. Wenig Kampfgeist weist sie beim Umgang mit der AfD auf. Die solle, wie jede andere normale Partei behandelt werden, nur von den rechtsextremen Inhalten solle man sich distanzieren. In der Hinsicht zeigte sich Merz wesentlich ambitionierter. Schließlich handelt es sich nicht um eine „normale Partei“, mit ein paar rechtsextremen Ansichten, sondern um eine verfassungswidrige Organisation von Neonazis. Ohnehin stellt der Rechtsruck innerhalb Europas eine der größten Herausforderungen der Neuzeit dar. Zumindest was den Zusammenhalt innerhalb der EU anbelangt, zeigt sich Kramp-Karrenbauer engagiert. 

Rede von Kramp-Karrenbauer im Anschluss an die gewonnene Stichwahl