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13. August 2015 | Autor: SPIN

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), auch unter der Bezeichnung Antidiskriminierungsgesetz vorzufinden ein deutsches Bundesgesetz. Es ist am 18. August 2006 in Kraft getreten und erfuhr am 12. Februar 2009 seineletzte Änderung. Das AGG basiert auf dem Antidiskriminierungsgesetzes (ADG). Letzteres ist im Gegensatz zu dem AGG allerdings nie zu einem öffentlichen Gesetz geworden.
Das AGG verfolgt den Zweck, Diskriminierungen im Arbeits- und Privatbereich aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, des Alters, der Religion oder Weltanschauung, der sexuellen Identität zu unterbinden.

Das AGG differenziert zwischen den folgenden Arten der Benachteiligung:

  • Unmittelbare Benachteiligung: schlechtere Behandlung einer Person oder einer Personengruppe im Vergleich zu anderen, die sich in der gleichen Situation befinden.
  • Mittelbare Benachteiligung: Benachteiligung durch Vorschriften, Vorgehenseisen und Maßnahmen, die auf den ersten Blick neutral erscheinen. Diese Art der Diskriminierung ist in Ausnahmefällen zulässig, z. B. wenn eine benachteiligte Person oder Gruppe dadurch einen vorübergehenden Ausgleich erhält.
  • Belästigung: Verletzung der Würde durch Beleidigung, Erpressung, Bedrohung, Angriff, Erniedrigung, Entwürdigung.
  • sexuelle Belästigung
  • Anleitung zu einer der Handlungen
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Anwendung:

Die Anwendung des Gesetzes bezieht sich einmal auf personenbezogene Merkmale und zum anderen auf sachliche Aspekte:

Personenbezogene Merkmale:

  • ethnische Herkunft,
  • Geschlecht
  • Religion, Glauben oder Weltanschauung,
  • Behinderung
  • Alter
  • sexuelle Identität

An dieser Stelle wird die Diskriminierung aufgrund des Zugangs zu den Ressourcen, der sozialen Herkunft (Stichworte: Chancenungleichheit, Armut) vermisst.

sachliche Aspekte:

  • Zugang zu Produkten und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, inklusive von Wohnraum
  • Bildung
  • Voraussetzungen für den Zugang zur Karriere
  • Arbeitsbedingungen inklusive Arbeitsentgelt und Entlassungsmodalitäten
  • Zugang zu Berufsberatung, Ausbildung, Weiterbildung und Umschulung
  • Mitgliedschaft in Gewerkschaften, Arbeitgebervereinigungen sowie in berufsgruppenspezifischen Organisationen
  • Sozialschutz, sozialen Sicherheit und der Gesundheitsversorgung
  • Sozialen Vergünstigungen