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25. Januar 2016 | Autor: Jennifer Gregorian

Kritiktoleranz als Zeichen von Demokratie

Die AfD – eine totalitäre antidemokratische Partei

Eine Diktatur sowie totalitäre Strömungen erkennt man an der fehlenden Kritiktoleranz der Politiker oder politischen Organisationen. Bei der AfD sollten die Alarmglocken läuten. 

AfD Bundesparteitag am 1. Februar 2015 in Bremen // Urheber: Olaf Kosinsky / Wikipedia // CC BY-SA 3.0 DE
AfD Bundesparteitag am 1. Februar 2015 in Bremen // Urheber: Olaf Kosinsky / Wikipedia // CC BY-SA 3.0 DE

In Wahlumfragen hat die Alternative für Deutschland (AfD) neulich ordentlich gepunktet. Mit 11 Prozent hat sie sogar die Grünen und die Linke überholt. Die FDP hat schon länger keine Relevanz mehr. Die AfD-Wähler wissen vielleicht, dass sie eine fremdenfeindliche Partei wählen. Sehr wahrscheinlich sind sie auch fremdenfeindlich, zumindest die Mehrheit von ihnen dürfte das sein. Aber wissen sie, dass sie eine totalitäre Diktatur wählen, unter deren Herrschaft sie nichts mehr zu melden hätten? Sehr wahrscheinlich nicht. 

Kritiktoleranz ist ein Zeichen für Demokratie

Über Politiker der aktuellen Regierung kursieren überall im Netz sowie in Zeitungen und Zeitschriften, Karikaturen, Comics, Sprüche usw. Im Fernsehen führt man regierungskritische Theaterstücke und Comedy auf. Journalisten äußern ihre Kritik gegenüber den Regierenden und ihren Handlungen. In den sozialen Netzen geht es manchmal sogar so derb zu, das man gar nicht mehr von Kritik reden kann. Vielmehr handelt es sich um öffentliche Diffamierungen. Insbesondere die Kanzlerin muss ein dickes Fell haben. All das ist möglich, da wir – im Gegensatz zur Annahme der „besorgten Bürger“ – nicht in einer Diktatur leben. 
Kritiktoleranz ist ein Zeichen für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit. Dann sehen wir uns mal die Toleranz der AfD näher an.

 

Kritiktoleranz der AfD

Die fremdenfeindliche Partei duldet keinerlei Kritik. Von dulden kann gar nicht die Rede sein, sie reagiert darauf mit Morddrohungen. Das bekam neben anderen der Theaterregisseur Falk Richter von der Berliner Schaubühne zu spüren. Sein „Vergehen“: ein AfD-kritisches Theaterstück. 
Zudem bedrohen Parteifunktionäre und -mitglieder politische Gegner und Journalisten mit dem Tod. „An die Wand stellen“, will ein Funktionär aus dem Kreisverband Salzwedel politische Gegner seiner Partei. Das hat er in einer Facebook-Gruppe der AFD angekündigt. 
Ferner haben AfD-Mitglieder vermehrt Mitarbeiter der Mitteldeutschen Zeitung bedroht und gegen sie gehetzt. Besonders häufig traf es eine Journalistin, die des Öfteren über rechte Gewalt berichtete (allerdings auch über linke Gewalttaten). 
Dass die „Lügenpresse“ der Partei ein Dorn im Auge ist, dürfte nichts Neues sein. Den Vogel abgeschossen hat sie jedoch, als bei einer AfD-Demo der Vorstand von Reporter ohne Grenzen (ROG) attackiert wurde.
Linke gehören naturgemäß ebenfalls zu den Feindbildern der AfD. Daraus macht sie keinen Hehl. In den sozialen Netzen kursieren Bilder von brennenden Städten, mit welchen die Partei dazu aufruft, endlich den Linken den Garaus zu machen.


Totalitäre und reaktionäre Vorhaben der AfD

Das sind nur einige wenige Beispiele, die bezeugen wessen Geistes Kind diese Partei ist. Wer der Meinung ist, ein entspannter Umgang mit Kritik sowie Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit seien nicht so wichtig, kann sich ansehen, was diese totalitäre Organisation noch so alles auf dem Kerbholz hat. Die AfD ist gegen Feminismus, Gleichberechtigung und Gender Mainstreaming. Andere Genderidentitäten und Homosexuelle darf es erst gar nicht geben. Homosexuelle wollen sie sogar zählen lassen (womöglich um sie nach der Machtübernahme zu eliminieren). Dafür sollen die ewig-gestrigen Rollenbilder von Mann und Frau mit ihrem immensen Machtgefälle zementiert werden. Alles angeblich im Sinne der Familie und der Kinder. Hierbei könnten sie sich mit radikalen Islamisten fast die Hand reichen. Allerdings ertragen sie keine anderen Machos neben sich. Deshalb soll die Grenze, laut AfD, mit Waffengewalt verteidigt werden. Das heißt, Schutzsuchende, die vor Krieg und Terror fliehen, dürfen erschossen werden. Dadurch wären auch die Handels- und Reisewege zur EU versperrt. Für die AfD wären das allerdings bloß zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die EU lehnt sie ab. 


Niemand kann mehr behaupten, er habe es nicht gewusst

Der Rechtsruck innerhalb der Gesellschaft ist erschreckend und zudem bezeichnend für das Land. Gerade von Deutschland hätte man erwarten können, dass es etwas aus der Vergangenheit gelernt hätte. Wer also eine von der Welt durch Waffengewalt abgeschottete Diktatur wünscht, in welcher man für freie Meinungsäußerung an die Wand gestellt wird und Homosexuelle, Andersdenkende und Andersgläubige verfolgt werden, trifft mit der AfD die richtige Wahl. Ebenso die biodeutschen Gebärmaschinen, die sich nach einer Kette vom Bett zum Herd sehnen. Das wird dann auch ihre letzte Wahl sein, denn das Frauenwahlrecht wäre in solch einem System überflüssig. Zum Gebären, Kochen und Putzen braucht man kein Wahlrecht. Außerdem gäbe es nichts zum Wählen: In einer Diktatur ist eine Partei völlig ausreichend.