Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
01. Februar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

AfD nominiert Terrorverdächtigen zum Vorsitzender des Landesfachausschusses „Innere Sicherheit, Justiz und Datenschutz“ in Mecklenburg-Vorpommern

Mutmaßlicher rechtsextremer Terrorist soll demnächst in Mecklenburg-Vorpommern für Sicherheit und Recht sorgen. Da fühlt man sich doch gleich sicher. Vor allem die Politiker, die auf seiner Todesliste stehen, dürfen sich nun entspannt zurücklehnen.

Terrorist © waewkid - Fotolia.com
Terrorist © waewkid - Fotolia.com

Der vom Dienst suspendierte Polizist Haik J. ist einer der Hauptbeschuldigten in einem Antiterror-Verfahren der Bundesanwaltschaft, welches seit vergangenen August läuft. Er soll der Prepper-Szene angehören. Diese bereitet sich mit Vorräten auf Katastrophenszenarien vor und plant den Einsatz von Schusswaffen.
In Social Media-Gruppen soll der Verdächtige seinen Unmut über die Flüchtlingspolitik kundgetan haben. Das ist nichts besonderes heutzutage. Erschreckend ist hingegen seine Todesliste, auf welcher Politiker der FDP, der Grünen, der Linken sowie Flüchtlingsverbände und Gewerkschaften gelistet sind. Dabei waren die Planungen zur Erschießung von Linken-Politikern schon sehr konkret. Zu den Vorhaben soll er sich auch in Chatverläufen eindeutig geäußert haben. J. streitet ab, dass es sich um eine Todesliste handelt, obwohl das offensichtlich ist. Gegen ihn wird wegen „Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ ermittelt.

Nicht desto trotz wählte die AfD Mecklenburg-Vorpommern den umstrittenen Kandidaten zum Landesfachausschusses „Innere Sicherheit, Justiz und Datenschutz“. Solange seine Schuld nicht bewiesen ist …

(Quelle: NDR)